Alltagsbegleiter

  • 08.04.2021

Das Leben in einer Pflegeeinrichtung ist von vielen Routinen geprägt. Das ist für ältere Menschen und im Speziellen für Demenzpatienten wichtig. So schenken regelmäßige Abläufe ein Gefühl von Sicherheit. Dennoch dürfen Freude und Unterhaltung im Alltag der Senioren nicht fehlen. Und genau hier setzt die Aufgabe der Alltagsbetreuer an: Sie kümmern sich um die Beschäftigung der Bewohner und setzen auf ein ausgefeiltes und zu den Senioren passendes Programm. Besonders im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz fällt es Erkrankten zunehmend schwerer, selbst zu lesen: sie fühlen sich durch die Aufgabe überfordert. Womöglich möchten sie aber trotzdem wissen, was in der Welt geschieht oder sind interessiert an fiktiven Geschichten. Die Alltagsbegleiter können in ihr Beschäftigungsangebot daher Zeit zum Vorlesen einbauen. Doch egal ob sie Zeitung, Märchen oder Geschichten aus einem Buch vorlesen – dabei sollte man besonders bei Demenzpatienten einiges beachten:

  • Achten Sie darauf, dass es während des Lesens leise ist. Hintergrundgeräusche wie das Radio könnten Ihre Bewohner überfordern.
  • Wählen Sie nur kurze Texte oder Artikel aus. Wenn die Nachfrage besteht, lesen Sie lieber zwei Texte, als direkt einen sehr langen. Häufig fällt es Demenzkranken schwer, sich lange Zeit zu konzentrieren.
  • Suchen Sie Texte aus, die leicht zu verstehen sind. Heitere oder lustige Geschichten sind immer eine gute Wahl. Vermeiden Sie Texte, deren Inhalt die Betroffenen verstören oder gar Ängste auslösen können.
  • Lesen Sie den Text laut, deutlich und langsam vor, sodass man Ihnen gut folgen kann.

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